Robert Wiechmann
Bürgermeister für Holzkirchen, Hartpenning und Föching

ROBERT WIECHMANN

56 Jahre, verheiratet, zwei erwachsene Kinder

Diplom-Forstingenieur (FH)

Forstbeamter, Beratungsförster

Dritter Bürgermeister, Gemeinderat, Kreisrat


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich möchte unserer Marktgemeinde als erster Bürgermeister dienen. Dabei möchte ich Gutes bewahren und neue Wege im Sinne einer nachhaltigen, gemeinwohlorientierten Entwicklung unserer Gemeinde gehen.

Seit 2008 habe ich als Holzkirchner Gemeinderat, später auch als dritter Bürgermeister und Kreisrat viel kommunalpolitische Erfahrung gesammelt. Als Fraktionssprecher habe ich immer besondere Verantwortung übernommen. Wie bei der zukunftsweisenden Entscheidung für unsere erfolgreiche, gemeindliche Geothermie, die ich auch als Aufsichtsrat der Gemeindewerke begleiten durfte.

Ich bin 56 Jahre alt und habe zusammen mit meiner Ehefrau unsere beiden Kinder in Holzkirchen großgezogen. Seit 1987 bin ich beruflich als Förster in der Beratung und der Aus- und Fortbildung der Waldbesitzer tätig. Ich arbeite mit und für Menschen vor Ort und koordiniere die forstliche Zusammenarbeit privater und staatlicher Stellen. Holzkirchen ist mir und meiner Familie seit über drei Jahrzehnten Heimat.

Nachhaltigkeit ist für mich als Forstmann eine Selbstverständlichkeit: Wirtschaft, Ökologie und Soziales werden im Sinne des Gemeinwohls stets zusammen gedacht. So möchte ich auch die Entwicklung Holzkirchens gestalten. Bei vielen Aufgaben und Vorhaben der Gemeinde steht das »Was« oft fest, wie z. B. der Neubau der Mittelschule. Das »Wie« möchte ich als Bürgermeister mit dem Marktgemeinderat prägen: Wirtschaftlich durchdacht, ökologisch und sozial, für unsere Bürgerinnen und Bürger. 

Dafür setze ich mich ein: Für einen deutlich geringeren Flächenverbrauch, für den Erhalt unserer schönen Landschaft. Denn Wachstum ist kein Selbstzweck. Für eine klare, verständliche Rangfolge der gemeindlichen Projekte. Denn alles auf einmal geht nicht. Für eine klimafreundliche, zukunftsorientierte Umsetzung unserer gemeindlichen Bauvorhaben. Für mehr kommunalen Wohnungsbau. Für bessere Mobilität und mehr Lebensqualität und weniger individuellen Autoverkehr. Weil wir vor Ort eigene Verantwortung übernehmen müssen. Ich stehe für einen mit allen Beteiligten abgestimmtenEntwicklungsplan für unsere Sportstätten und für die konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung des Verkehrs- und Ortsentwicklungskonzepts.

Ein Bürgermeister muss die unterschiedlichsten Menschen aus der Bürgerschaft, dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung mit ihren Ideen und Interessen zusammenbringen und dies in konkrete Politik umsetzen können. Ich stehe für einen Stil der politischen Auseinandersetzung, der bei allen Unterschieden in der Sache stets fair bleibt. Mit meiner ganzen Kraft und Erfahrung möchte ich mich dafür einsetzen, dass sich die jeweils besten Argumente im Sinne des Gemeinwohls durchsetzen. Weil wir hier leben.

Ich bitte Sie bei der Wahl am 15. März 2020 um Ihre Stimme.

Ihr Robert Wiechmann



Unsere Positionen

Wachstum ist kein Selbstzweck

Wir müssen nachhaltig wirtschaften, den Flächenverbrauch beschränken.

Der Gemeindehaushalt ist nicht nachhaltig, wenn wichtige Investitionen der Marktgemeinde immer wieder nur über Flächenverbrauch und Flächenverkauf finanziert werden.

Holzkirchen bezahlt Wachstum teuer mit immer mehr Wachstum. Die Gemeinde verkauft Baugrund und muss dann von diesen Einnahmen neue Straßen, Schulen, Kitas und bezahlbare Wohnungen bauen. Dieser Kreis muss durchbrochen werden.

Wachstum sollte mit einem Mehr an Lebensqualität für unsere Holzkirchnerinnen und Holzkirchner einhergehen. Derzeit verlieren wir wegen des Wachstums wertvolle Kulturlandschaft und das Leben hier wird immer teurer.

Für mich als Bürgermeister hat die Verdichtung und Nachnutzung bestehender Wohn- und Gewerbegebiete Vorrang. Und Neuausweisungen nur, wenn kommunale Ziele nicht anders erreicht werden können. Deshalb: Keine Verdoppelung des Gewerbegebiets in Föching.

Ich stehe für den sorgsamen Umgang mit unserer wertvollen Fläche und Kulturlandschaft.

Wir müssen Raum lassen für die künftige Entwicklung der ansässigen Unternehmen, für Entwicklungsmöglichkeiten künftiger Generationen.

Den Ort nachhaltig entwickeln, Wirtschaft und Ökologie versöhnen

Als Bürgermeister will ich die Zukunft Holzkirchens nachhaltiger gestalten, den Flächenfraß bremsen und unsere Kulturlandschaft erhalten. Die Entwicklung soll sich am Gemeinwohl orientieren. Zusammen mit Gemeinderat und Verwaltung will ich das Thema Verkehr anpacken, günstige Wohnungen schaffen, die gemeindlichen Großprojekte klar und nachvollziehbar priorisieren.

Die weitere Ansiedlung externer Gewerbe soll deutlich gebremst werden. Heimische Betriebe sollen aber nach wie vor Möglichkeiten zur Entwicklung haben. Regionale Wirtschaftskreisläufe will ich fördern.

Nachhaltig entwickeln heißt, für zukünftige Generationen das Klima schützen, Flächen und Natur erhalten. Mit Weitsicht bauen, nutzerfreundlich, energieeffizient und klimaschonend.

Zu den konkreten Maßnahmen des Klimaschutzes einer Kommune gehören die Verkehrswende, das nachhaltige Bauen mit unserem heimischen Rohstoff Holz, die Energiewende zusammen mit den Bürgern weiter voranzubringen und die Gestaltung von Grünzügen in unserem Ort. 

Verkehrswende anpacken

Das einstimmig beschlossene Mobilitätskonzept aus 2017 hat uns gezeigt: Wir Holzkirchner Bürgerinnen und Bürger verursachen einen Großteil des Holzkirchner Verkehrsproblems selbst. 

Wir selbst haben als Gemeinde zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern aber auch viele Stellschrauben zur Verfügung, die Probleme endlich anzupacken, anstatt immer nur auf Dritte zu warten.

Wir Grüne wollen möglichst viele der uns aufgezeigten Maßnahmen umsetzen und weiterentwickeln. Schritt für Schritt. Mit dem eindeutigen Ziel, den motorisierten Individualverkehr zu verringern, den Rad- und Fußverkehr in Holzkirchen zu stärken und so für bessere Mobilität zu sorgen.

Die Wahrheit in Sachen Südumfahrung ist, dass weiter Stillstand herrscht. Die einzige genehmigungsfähige, durch den Bundesverkehrswegeplan gestützte Umgehungsstraße ist nach den jüngsten Ausführungen des Bauamtes die kurze Variante 5, die nur Holzkirchen selbst umfährt. Nur sie hätte Chancen bis 2030 umgesetzt zu werden. Das Dilemma der Befürworter ist nun: Diese Variante will niemand. Und: Die Südumgehung, die die Befürworter wollen, die bekommen sie ziemlich sicher nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Varianten 2 und 3 aus rechtlichen Gründen scheitern, ist hoch. Finanziert sind diese Trassen auch nicht.

Deshalb: Nicht warten, endlich selbst anpacken!

Dazu gehören konkrete Maßnahmen wie: 

  • Den Marktplatz endlich autofrei gestalten
  • Geschwindigkeit innerorts reduzieren:
    •  Tempo 30 innerorts für mehr Sicherheit, weniger Lärm, weniger Abgase; für die Realisierung auch auf Durchgangsstraßen werde ich mich einsetzen.
    • Tempo reduzieren auch am Ortseingang von Hartpenning; den schon genehmigten Umbau der Straßenführung (Querungshilfen, Verschwenkung) anpacken und realisieren.
  • Fuß -und Radeverkehr innerorts sicherer und attraktiver machen:
    • Neuaufteilung der Straße: der Verzicht auf einige wenige Parkplätzen schafft Raum und Schutz für Rad- und Fußverkehr. 
    • Das Mobilitätskonzept zeigt viele weitere Möglichkeiten, um die Rad- und Fußwege sicherer und attraktiver zu gestalten.
  • Bei jeder stadtplanerischen Maßnahme Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, auf das Auto zu verzichten:
    • Neue Wohnanlagen autofrei oder autoreduziert gestalten: wenn Arbeitsplatz, Einkauf und Bahnhof gut ohne Auto zu erreichen sind, können viele Menschen auf das Auto im Alltag verzichten. 
    • Schulen, Kindergärten sollen sicher zu Fuß und mit dem Rad zu erreichen sein. 
    • Unsere gut über alle Ortsteile verteilten Sportanlagen weiterentwickeln, für kurze Wege zum Sport, möglichst ohne Auto
    • Gut verteilte Einkaufsmöglichkeiten, damit kurze Wege für den täglichen Bedarf
  • Straßenführungen so ändern, dass die Nordumgehung besser genutzt und der Innenort weiter entlastet wird:
    • Bei Stau auf der Autobahn: klare Verkehrsführung auf die Nordumgehung, nicht durch den Innenraum.
    • Von Otterfing kommend den Verkehr auf die Nordumgehung leiten, nicht ins Ortszentrum. Hierfür den Kreisel umgestalten, wie im Mobilitätskonzept vorgeschlagen.
  • Autofahrern den Umstieg auf neue, emissionsarme Antriebstechnologien erleichtern: den Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität verstärken.
  • kreative Sammeltransporte zu Kindergärten (z.B. »Bus mit Füßen«) oder für die bessere Anbindung der Ortsteile zum Bahnhof zu Stoßzeiten ausprobieren. 
  • Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Region werde ich mich einsetzen für ein Verminderung des Verkehrs durch:
    • die Ausweitung des MVV-Tarifs: Bahnfahrer sollen in ihren Wohnorten und nicht erst ab Holzkirchen zu einem günstigen Tarif mit dem MVV nach München fahren können.
    • den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und Erhöhung der Taktung von Bus und Bahn. 
  • Und vieles mehr …

Für die Lebensqualität aller Holzkirchner, für den Klimaschutz, für die Zukunft unserer Kinder. 

Wohnungen schaffen, Wohnungsmarkt entlasten

Wir brauchen günstige Wohnungen für Menschen, die für die Gemeinde als Arbeitgeber, die für die Gemeinschaft wichtig sind. Für die Menschen, die sich die Mieten in Holzkirchen einfach nicht mehr leisten können.

Aber: Der kommunale Wohnungsbau allein kann die Tatsache nicht ändern, dass wir in einer Hochpreisregion leben und dass wir mit unserem Wachstum das Problem noch verschärfen. Was bedeuten knapp über 150 Wohnungen in kommunaler Hand, im Vergleich zu 7.000 Wohnungen insgesamt?

Deshalb: Mehr Freiheiten für Eigentümer innerorts, mehr Wohnungen zu bauen. Das heißt höher und dichter. Gemeinwohlorientiert und durchdacht im Sinne des Ortsentwicklungskonzepts. Grün und lebenswert.

Und: Wachstum bremsen, keine Verdoppelung des Industriegebiets in Föching.

Ziel: Nicht mehr in die Breite wachsen. Holzkirchen soll Holzkirchen bleiben.

Schwerpunkte setzen, weiter denkenBürger beteiligen

Etwa 80 % der finanziellen Investitionen, die der neue Marktgemeinderat in den nächsten Jahren auf den Weg bringen wird, sind bereits jetzt festgelegt. Dazu gehören u.a. der Neubau der Mittelschule, die Verlegung des Bauhofs, die Sanierung des Hallenbades, der kommunale Wohnungsbau an der Baumgartenstraße. Dringend nötig ist auch die Rathauserweiterung und einiges andere mehr.

Es geht in vielen Fällen nicht um das »Ob«, sondern um das »Wie« – und darum, die Prioritäten klar mitzuteilen.

Wir Grüne möchten zum Beispiel die Mittelschule ohne neuen Flächenverbrauch am alten Standort bauen und haben dies im Verbund mit anderen bereits durchgesetzt. Jetzt gilt es weiter zu entscheiden.

Ich stehe für:

  • eine moderne Schule, möglichst flexible nutzbar und ausgerichtet an den Bedürfnissen der Lehrerinnen und Lehrer und der Schülerinnen und Schüler 
  • eine nachhaltige Schule, gebaut nach nach den Erkenntnissen der Baubiologie, der Energieeffizienz und des Klimaschutzes

Die Gemeinde kann nicht alle wichtigen Projekte gleichzeitig durchführen. Mit einem Bürgermeister Wiechmann werden Projekte werden nach Dringlichkeit gereiht. Eindeutige Schwerpunktsetzung und öffentliche, transparente Projektverfolgung sind mir ein großes Anliegen.

Bürgerbeteiligung ist mir sehr wichtig. Auch weil wir als Gemeinde beste Erfahrungen damit gemacht haben: Mit dem »Runden Tisch Rad«, mit dem Bürgergutachten für das Ortsentwicklungskonzept, bei der Ausschreibung des Konzepts für das Bahnhofsareal, mit der Beteiligung der Bürger zur Vorbereitung eines Bebauungsplans für Roggersdorf, …

Die Bürgerbeteiligung müssen wir ausbauen und weiterführen.

Denn: Wir müssen die in klaren und transparenten Strukturen erarbeiteten Ergebnisse als Marktgemeinderat auch ernst nehmen und dürfen diese nicht einfach versanden lassen, wie den immer wieder herausgearbeiteten Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach einem autofreien Marktplatz.

Ortsteile stärken

Mit mir als Bürgermeister werden alle Projekte klar nach Dringlichkeit gereiht. Eindeutige Schwerpunktsetzung, öffentliche und transparente Projektverfolgung sind mir wichtig. Aber klar ist auch: Die Maßnahmen in den Ortsteilen dürfen nicht ständig hinter den »großen Themen« zurückstehen, wie bisher zu oft geschehen.

Gerade für unsere Ortsteile ist mehr Bürgerbeteiligung wichtig. Der Gemeinsinn, der Zusammenhalt, das Gefühl für das eigene Umfeld sind bei den Bürgerinnen und Bürgern in Föching, Hartpenning, Sufferloh, Marschall und Roggersdorf sehr groß.

Nutzen wir die Chancen, die sich daraus ergeben! Auch wenn Entscheidung und Verantwortung immer beim Marktgemeinderat liegen: Für die Gestaltung ihres Ortes möchte ich die Menschen, die hier leben, viel stärker einbinden. Immer in klaren, nachvollziehbaren, transparenten Strukturen. Aufgabe für die Gemeinde: Professionell begleiten – und die Ergebnisse dann auch ernst nehmen. Dafür stehe ich.

Flyer zum Download (pdf)