Ein grüner Bürgermeister für Holzkirchen: Robert Wiechmann

Bei ihrer Aufstellungsversammlung haben die Holzkirchner Grünen Robert Wiechmann einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Auf der Versammlung verdeutlichte Robert Wiechmann, welche Schwerpunkte er als Bürgermeister von Holzkirchen setzen möchte.

„Was wir tun, wollen wir richtig tun.“

Die Gemeinde hat viele Pflichtaufgaben, und viele der anstehenden Projekte der nächsten Jahre, wie z.B. der Neubau der Mittelschule, die Verlegung des Bauhofs, der Neubau der Wohnungen an der Baumgartenstraße sind Notwendigkeiten, die die Kommune erledigen muss. Die Durchführung selbst können Bürgermeister und Gemeinderat aber stark beeinflussen: „Wir müssen nachhaltig bauen und weiter denken, die zukünftige Entwicklung mit einplanen.“

Der Neubau der Mittelschule sei am alten Standort beschlossen, also ohne neuen Flächenverbrauch, erklärte Wiechmann. „Die Schule soll an den Bedürfnissen der Schüler und Lehrer ausgerichtet sein und sich an künftige Entwicklungen anpassen können. Nachhaltig Bauen heißt natürlich auch Bauen nach den Erkenntnissen der modernen Baubiologie und des Klimaschutzes, das Wohlbefinden heutiger und künftiger Generationen gleichermaßen im Blick.“

Klare Prioritäten setzen

Nicht alle notwendigen Projekte können gleichzeitig realisiert werden. Man muss sich hier klar entscheiden. Die Entscheidungen und die Priorisierung der Projekte sollen für die Bürger nachvollziehbar sein. Die dafür notwendigen Prozesse möchte Robert Weichmann deutlich verbessern. Wichtig ist ihm auch eine konsequente Projektverfolgung.

Wirtschaft und Ökologie verbinden, Flächenverbrauch reduzieren

Ein nachhaltiger Haushalt darf nicht vom Verkauf von Grundstücken abhängen. Mit dem Verkauf größerer Areale an große Firmen werden neue Anforderungen an die Infrastruktur gestellt. Dies treibt die Gemeinde in eine Wachstumsspirale. Mäßiges, gut überlegtes Wachstum, die vorrangige Nutzung vorhandener Gewerbeflächen vor einer Neuausweisung sind Wiechmann wichtig: „Der Erhalt der schönen Landschaft ist Voraussetzung für den Erhalt der wirtschaftlichen Attraktivität des Standortes für zukünftige Generationen.“

Wohnraum schaffen und den Ort nachhaltig weiterentwickeln

Robert Wiechmann sieht mehrere sinnvolle Möglichkeiten, je nach Situation:
– Kommunaler Wohnbau, um dauerhaft günstige Wohnungen in Gemeindehand zu haben, beispielsweise durch Erweiterung und Neubau der gemeindeeigenen Wohnungen an der Baumgartenstraße.
– Grundstücksvergabe in Erbpacht an gemeinwohlorientierte private Bauinitiativen.
– Umsetzung des Ortsentwicklungskonzeptes: Verdichtung bestehender innerörtlicher Baugebiete – auch durch Änderung vorhandener Bebauungspläne.

Bürgerentscheid zur Südumgehung und das gemeindliche Mobilitätskonzept mit Leben füllen

„Ich will diese Straße nicht“, sagt Robert Wiechmann. „Die mit der Straße verbundene Landschaftszerstörung ist unverhältnismäßig hoch im Vergleich zum erhofften Nutzen.“ Dieser werde vielfach überschätzt. Als Bürgermeister aber werde er das Versprechen einlösen: Die Bürger*innen sollen bei einem Bürgerentscheid das Wort haben.

Das Mobilitätskonzept der Gemeinde aus dem Jahre 2017 zeigt Ursachen innerörtlichen Autoverkehrs auf und zahlreiche, aufeinander abgestimmte Maßnahmen zur Verbesserung. Diese möchte er mit einer starken grünen Gemeinderatsfraktion nun Schritt für Schritt umsetzen.

Konstruktive Zusammenarbeit an erster Stelle

Bei seiner Vorstellungsrede reichte die Zeit nicht für alle weiteren Themen, wie Sport, Kultur, die er nur mehr andeuten konnte. Ganz wichtig sei ihm aber, betonte er immer wieder, die konstruktive Zusammenarbeit und den respektvollen Umgang im Gemeinderat zu erhalten. Dafür stehe er.

Zur Person: Robert Wiechmann, 56, ist Forstingenieur bei der bayerischen Forstverwaltung und seit 30 Jahren als Berater der privaten Waldbesitzer und ihrer Dachorganisation in Holzkirchen tätig. Seit 12 Jahren engagiert er sich für die Grünen im Gemeinderat als Fraktionsvorsitzender, seit 6 Jahren als dritter Bürgermeister in Holzkirchen und als Fraktionsvorsitzender im Kreistag.

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